Prozessfamilie
Schiffsreparatur: sechs Werft-SOPs von Ankunft bis Übergabe
Der Werftauftrag als sechs verknüpfte SOPs: Schiffsankunft und Docken, Trockendock, Projekt-Kick-off, Subunternehmer-Onboarding, Reparaturqualitätsprüfung und Übergabe, ergänzt um Freigaben, Notdienst und Nachtrag.
Schiffsreparatur ist der Kernauftrag einer Werft: Schiff anlegen oder aufpallen, Kundenspezifikation in Arbeitspakete überführen, Reparatur gegenüber QA, Klasse und Kunde nachweisen und mit geschlossener Restpunktliste und Dossier übergeben. Die Familie ordnet sechs SOPs in dieser Reihenfolge.
Ankunft und Docken prüfen Tiefgang, Breite und Länge gegen Liegeplan, buchen Lotsen und Schlepper und warten auf Wetter- und Tidenfenster. Trockendock prüft Aufpallplan und Stabilität. Der Projekt-Kick-off macht aus der Spezifikation disziplinäre Arbeitspakete, ergänzt Kapazität mit Subunternehmern und bestätigt Scope, Termin und Preis.
Subunternehmer kommen über Nachweise, Einweisung und Freigabe zur Heißarbeit oder Arbeit in engen Räumen. Jede Reparatur läuft durch die Qualitätsprüfung von Selbstprüfung über QA/QC und gegebenenfalls ZfP und Klasse bis Kundenannahme. Ein Befund im Auftrag folgt der Nachtragsfreigabe vor Ausführung und Abrechnung.
Heißarbeit und enge Räume sind Werftvarianten von Arbeitsfreigabe. Notfallreparatur ist ein separater 24/7-Weg. Angebotsprozess und Gewährleistungszeit fehlen. Elektroarbeit liegt bei Marineelektrik; die Werft ist eine von drei Rollen in Marine-, Offshore- und Industrieservice.
Die Abfolge
Schritt 1: Schiffsankunft und Anlegen: SOP für Reparaturwerften
Ein SOP für Schiffsankunft und Anlegen in einer Reparaturwerft: Liegeplatzprüfung vor der Ankunft, Buchung von Lotse und Schleppern, Wetter-/Gezeitenentscheidung, Lotsung, Festmachen und unterschriebene Übergabe an das Projektteam.
Schritt 2: Eindocken und Ausdocken: SOP von Blockplan bis Aufschwimmen
Ein Werft-SOP für das Ein- und Ausdocken eines Schiffs: Blockplanprüfung, kontrolliertes Lenzen, eine Stabilitätsprüfung, Reparaturarbeiten während der Trockenperiode und Aufschwimmen, mit Verantwortlichem und Arbeitsstunden je Schritt.
Schritt 3: Projektauftakt Schiffsreparatur: SOP von Spezifikation bis Arbeitspaket
Ein SOP für den Projektauftakt einer Schiffsreparatur: Spezifikationsaufnahme, Prüfung durch Mechanik/Elektrik/Hydraulik, Projektleiterzuweisung, Arbeitspaketaufteilung, Subunternehmereinsatz, Terminplanung und Bestätigungs-Kickoff.
Schritt 4: Einweisung von Subunternehmern: SOP von Einweisung bis Abmeldung
Ein SOP für die Einweisung von Subunternehmern in Reparaturwerften: Dokumenten- und Versicherungsprüfung, Sicherheitseinweisung, Zutritts- und PSA-Ausgabe, eine Erlaubnisentscheidung, beaufsichtigte Arbeit und Abmeldung.
Schritt 5: Qualitätsprüfung Bordreparatur: SOP von Eigenprüfung bis Abschluss
Ein SOP für die Qualitätsprüfung von Bordreparaturen: Eigenprüfung des Technikers, unabhängige QS/QK-Prüfung, bedingte ZfP-Verifizierung, Freigabe durch den Klasse-Besichtiger und Kundenabnahme, bevor der Vorgang abgelegt wird.
Schritt 6: Reparaturübergabe: SOP von Abschlussprüfung bis Abfahrt
Ein Werft-SOP für Reparaturabschluss und Übergabe: Prüfung offener Punkte, Test und Inbetriebnahme, QS-Dokumentation, Kunden- und Klasseninspektion, Mängellisten-Abschluss und Ausdocken, mit Verantwortlichem und Arbeitsstunden je Schritt.
Ebenfalls Teil dieser Familie
- Heißarbeitserlaubnis: SOP für Gasmessung, Brandwache und Abschluss — Ein SOP für die Heißarbeitserlaubnis in der Schiffsreparatur: Atmosphäre gasmessen, Brandwache einteilen, Freigabe von Dockmeister und HSE einholen und eine verpflichtende Nachwache halten, bevor die Erlaubnis abgeschlossen wird.
- Befahrerlaubnis für enge Räume: SOP für Reparaturwerften — Ein SOP für den Einstieg in enge Räume in Reparaturwerften: Risikobeurteilung, Isolierung und Belüftung, Atmosphärenprüfung, Erlaubnisausstellung, Sicherungsposten- und Rettungsbereitschaft, Einstieg und Abschluss der Erlaubnis.
- Notfallreparaturanforderung: SOP von 24/7-Triage bis Freigabe — Wie eine Reparaturwerft einen über die 24/7-Bereitschaftsleitung gemeldeten Defekt triagiert, anbietet oder mobilisiert: Dringlichkeitstriage, Kundenfreigabe, Mobilisierung, Funktionstest und Schiffsfreigabe.
- Änderungsauftragsfreigabe: SOP für Schiffsreparaturwerften — Ein SOP für die Änderungsauftragsfreigabe in der Schiffsreparatur: Ein Befund während der Reparatur wird gegen den ursprünglichen Umfang beurteilt, kalkuliert, dem Kunden zur Freigabe vorgelegt, ausgeführt, von QS/QK geprüft und abgelegt.