Leistungsbeurteilung von Mitarbeitern: Flussdiagramm-Vorlage

Swimlane-Flussdiagramm für die Leistungsbeurteilung: vom Zyklusstart über Selbsteinschätzung und Kalibrierung bis zu Bewertung, Einspruch und Ergebnis.

So funktioniert es

  1. Vorlage öffnen und die Bahnen umbenennen

    Öffnen Sie das Diagramm und ändern Sie die vier Rollenbahnen in die Bezeichnungen, die es bei Ihnen tatsächlich gibt. Existiert keine Bereichsleitung, benennen Sie diese Bahn in 'Nächsthöhere Führungsebene' oder 'Kalibrierungsrunde' um — der Ablauf bleibt gleich, es ändert sich nur, wer ihn verantwortet.

  2. Die Phasenspalten auf Ihren echten Zyklus setzen

    Die fünf Spalten unterstellen einen jährlichen oder halbjährlichen Zyklus. Bei fortlaufenden oder quartalsweisen Gesprächen benennen Sie sie nach Ihren Check-in-Punkten und schreiben Sie die tatsächlichen Fristen in die Spaltenüberschriften, damit der Zeitplan mit dem Diagramm mitwandert.

  3. Festlegen, was die Kalibrierung darf

    Passen Sie die Weiche 'Bewertung in der Kalibrierung bestätigt?' an Ihre Richtlinie an. Halten Sie fest, ob die Kalibrierung beratend oder bindend ist, ob eine Verteilung vorgegeben wird und wer bei Gleichstand entscheidet. Bleibt das offen, wirkt die Runde auf Führungskräfte willkürlich.

  4. Den Einspruchsweg und seine Frist definieren

    Halten Sie an der Entscheidung 'Einspruch begründet?' fest, wer über den Einspruch entscheidet, wie viele Arbeitstage der Mitarbeitende Zeit hat, ihn einzulegen, und dass das Ergebnis schriftlich mitgeteilt wird. Der Entscheider gehört nicht in die Führungslinie des Mitarbeitenden.

  5. Den Minderleistungszweig mit HR abstimmen

    'Leistungsverbesserungsplan eröffnen' ist das Feld mit dem höchsten Risiko im Diagramm. Klären Sie vor der Freigabe mit HR, was der Plan enthalten muss — Ziele, angebotene Unterstützung, Überprüfungstermin, Konsequenz bei ausbleibender Verbesserung — und ob das Arbeitsrecht bei Ihnen weitere Anforderungen stellt.

  6. Veröffentlichen und die Versionen aufbewahren

    Geben Sie das Diagramm als verbindliche Fassung für Führungskräfte frei und führen Sie eine Versionshistorie. Wird eine Bewertung oder ein Ergebnis ein Jahr später infrage gestellt, ist der Nachweis, welche Prozessfassung damals galt, deutlich nützlicher als die Erinnerung daran, was gemeint war.

Häufig gestellte Fragen

Aus welchen Phasen besteht eine Leistungsbeurteilung?

Aus fünf, in dieser Reihenfolge. Der Zyklusstart, in dem HR den Teilnehmerkreis und den Zeitplan festlegt und die Führungskraft die Ziele der Periode noch einmal aufruft. Die Beurteilung, in der zuerst der Mitarbeitende sich selbst einschätzt, danach Rückmeldungen von Kollegen und unterstellten Mitarbeitenden eingeholt werden und die Führungskraft eine Beurteilung mit vorläufiger Bewertung entwirft. Die Kalibrierung, in der die Bewertungen über Führungskräfte hinweg verglichen und bestätigt werden. Das Beurteilungsgespräch, in dem Bewertung und Begründung dem Mitarbeitenden mitgeteilt werden. Und das Ergebnis, in dem ein Entwicklungsplan vereinbart wird und der Zyklus in einem Leistungsverbesserungsplan, einer Beförderung oder Gehaltserhöhung oder schlicht im Abschluss endet.

Warum liegt die Kalibrierung vor dem Beurteilungsgespräch und nicht danach?

Weil eine einmal mitgeteilte Bewertung praktisch nicht mehr zurückzunehmen ist. Nennt die Führungskraft im Gespräch eine Note und verschiebt die Kalibrierung sie anschließend, wurde dem Mitarbeitenden etwas Unrichtiges gesagt, und die Führungskraft verliert die Glaubwürdigkeit für die Begründung der Änderung. Die Bewertung bis zum Abschluss der Kalibrierung als vorläufig zu behandeln, wie es dieses Diagramm tut, kostet eine Woche und vermeidet das vollständig. Es ist außerdem der einzige Moment, in dem der großzügige Maßstab der einen und der strenge der anderen Führungskraft nebeneinander sichtbar werden.

Was passiert, wenn ein Mitarbeitender mit seiner Bewertung nicht einverstanden ist?

Das Diagramm führt ihn zu 'Schriftliche Stellungnahme und Einspruch' und von dort zur Entscheidung 'Einspruch begründet?', über die die Bereichsleitung befindet. Wird dem Einspruch stattgegeben, geht der Ablauf zurück auf 'Bewertung mit weiteren Nachweisen überarbeiten' und erneut durch die Kalibrierung, sodass eine geänderte Bewertung dieselbe Prüfung durchläuft wie jede andere. Wird er abgelehnt, bleibt die schriftliche Stellungnahme dauerhaft bei der Akte, und der Zyklus läuft mit dem Entwicklungsplan weiter. In Ihrer eigenen Fassung lohnen sich vor allem zwei Präzisierungen: die Frist für das Einlegen des Einspruchs und die Sicherstellung, dass darüber nicht die Führungskraft entscheidet, die die Bewertung geschrieben hat.

Wie lange sollte ein Beurteilungszyklus insgesamt dauern?

Einen Standard gibt es nicht, ein üblicher Jahreszyklus läuft aber sechs bis zehn Wochen: rund zwei Wochen für Selbsteinschätzung und Feedbackeinholung, zwei für den Entwurf durch die Führungskraft, ein bis zwei für die Kalibrierung im Bereich und zwei bis drei für die Beurteilungsgespräche selbst. Die Größe, die den Zeitplan regelmäßig sprengt, ist die Feedbackeinholung, weil sie von Personen außerhalb der Führungslinie abhängt. Setzen Sie dafür einen harten Stichtag, statt auf vollständige Rückläufe zu warten.

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