SOP für Notfall-Fehlersuche an Instrumenten (Instrumentierungsdienstleister)

Eine SOP für Notfall-Fehlersuche: Prozessdaten zu einem noch nicht benannten Fehler erfassen, das betroffene Instrument diagnostizieren, Sicherheit und Produktionsdringlichkeit abwägen, dann Fernbehebung oder Außendienst-Einsatz wählen.

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So funktioniert es

  1. Ersetzen Sie die Bahnen durch Ihre tatsächlichen Reaktionsrollen

    Dieses Diagramm verwendet ServiceDesk, Außendienst, Kalibrierlabor und Engineering. Wenn Ihre ServiceDesk- und Dispositionsfunktionen getrennt sind oder ein separates Spezialistenteam die eskalierte Diagnose übernimmt, geben Sie dieser Rolle eine eigene Bahn, statt sie in Außendienst einzugliedern, denn die Übergabe ist meist der Punkt, an dem ein Symptom still von jemandem als diagnostiziert angenommen wird, der davon ausging, dass es schon jemand anderes eingegrenzt hat.

  2. Schreiben Sie echte Dringlichkeitskriterien in die Auswirkungsbewertung

    „Sicherheits- und Produktionsauswirkung sowie Dringlichkeit bewerten" braucht eine genannte Grundlage, etwa ob der betroffene Regelkreis sicherheitsgerichtet ist, an einen Genehmigungsgrenzwert gebunden ist oder einen Produktionsstillstand verursacht, nicht nur ein Bauchgefühl. Tragen Sie die tatsächlichen Kriterien in das Kommentarfeld der Zeile ein, damit sich die Person, die den Aufruf Fernunterstützung/Disposition trifft, nicht auf ihr Gedächtnis verlassen muss.

  3. Setzen Sie eine echte Schwelle für die Entscheidung Fernbehebung gegen Einsatz

    „Fernbehebung ausreichend?" ist nur ein sicherer Zweig, wenn es eine vereinbarte Grenze dafür gibt, wann telefonische Anleitung nicht mehr angemessen ist, zum Beispiel jeder sicherheitsgerichtete Regelkreis oder jeder wiederholte Anruf zum selben Fehler. Legen Sie diese Schwelle ausdrücklich fest, statt sie wem auch immer gerade den Anruf entgegennimmt zu überlassen.

  4. Tragen Sie Personen und Arbeitsaufwand in jeder Zeile ein, bevor Sie sich auf das BI-Panel verlassen

    Das Workload-Panel kann nur Stunden für Zeilen summieren, die auch welche enthalten. Füllen Sie Personen und Arbeitsaufwand für jeden Schritt aus, während Sie das Diagramm anpassen, und verwenden Sie dabei realistische Aufwandsstunden statt verstrichener Zeit, damit eine ungeplante Notfallwoche auch bei der richtigen Person als arbeitsreich sichtbar wird.

  5. Legen Sie fest, was die Schleife für erneute Diagnose schließt

    „Fehler bestätigt behoben?" funktioniert nur, wenn es einen festgelegten Test gibt, etwa einen über einen definierten Zeitraum stabilen Messwert, der als Bestätigung zählt. Andernfalls kann ein Techniker unter Zeitdruck einen Fehler bei der ersten plausiblen Behebung statt bei einer verifizierten als behoben markieren, und die Schleife über „An Engineering für weitere Diagnose eskalieren" löst nie aus, wenn sie sollte.

Häufig gestellte Fragen

Was löst den Beginn der Notfall-Fehlersuche aus?

Der Prozess beginnt bei „Kunde meldet Prozessproblem": Ein Kunde ruft an und beschreibt einen Prozess, der sich falsch verhält, keinen benannten Instrumentenfehler. „Prozessdaten und Symptome vom Kunden erfassen" und „Diagnostizieren, welches Instrument oder welche Messgröße betroffen ist" existieren genau deshalb, weil an diesem Punkt noch nicht feststeht, welcher Regelkreis tatsächlich fehlerhaft ist.

Wie unterscheidet sich das von der SOP für Serviceeinsätze vor Ort & Disposition?

Serviceeinsätze vor Ort & Disposition setzt voraus, dass das Problem bereits eingegrenzt ist, und triagiert eine bereits verstandene Anfrage lediglich zwischen Fernunterstützung und einem Vor-Ort-Besuch. Diese SOP setzt früher und unter mehr Druck an: ein gerade jetzt beeinträchtigter Prozess, ein noch nicht identifiziertes Instrument und eine Sicherheits-/Produktionsauswirkungsbewertung, die vor dem Aufruf Fernunterstützung/Disposition erfolgen muss, nicht in ihn eingefaltet ist.

Warum steht die Auswirkungsbewertung vor der Entscheidung Fernbehebung/Einsatz statt während ihr?

„Sicherheits- und Produktionsauswirkung sowie Dringlichkeit bewerten" ist eine eigene Zeile, die vor „Fernbehebung ausreichend?" läuft, damit die Dringlichkeit auf ihrer eigenen Grundlage feststeht, etwa ob ein sicherheitsgerichteter Regelkreis betroffen ist, statt in die Zweckmäßigkeit dessen einzufließen, welche Reaktion an diesem Tag gerade leichter zu organisieren ist.

Was passiert, wenn die Behebung, ob per Fernzugriff oder vor Ort, den Fehler nicht tatsächlich löst?

Beide Wege laufen in „Instrument prüfen und korrekten Prozessmesswert bestätigen" zusammen, das in die Entscheidung „Fehler bestätigt behoben?" mündet. Ein „Nein" führt zu „An Engineering für weitere Diagnose eskalieren" und zurück in die Diagnose, sodass ein ungelöster Fall mit fachlicher Unterstützung erneut diagnostiziert wird, statt auf einer unverifizierten Behebung geschlossen zu werden.

Wer entscheidet, ob ein Austauschinstrument eingesetzt statt repariert wird?

Diese Entscheidung liegt innerhalb von „Kalibriertes Austauschinstrument und Referenzausrüstung bereitstellen" in der Bahn Kalibrierlabor: Bei einem sicherheitsgerichteten oder produktionskritischen Regelkreis ist ein direkter Austausch aus kalibriertem Laborbestand meist schneller und sicherer als ein Reparaturversuch vor Ort, weshalb die Zeile als eigener Schritt existiert und nicht in „Instrument vor Ort reparieren oder austauschen" aufgeht.

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